Leseförderung beginnt im frühen Alter

Leseförderung beginnt im frühen Alter
Die Teilnehmerinnen der Schulung mit Gabriele Gietz, Leiterin der Stadtbücherei Stockach (1. Reihe, 2. von li.), Nikola Determann, Logopädin, St.-Elisabeth-Stiftung Ravensburg (2. Reihe, 2. von li.), sowie Manfred Peter und Karin Bacher (2. Reihe, re.)

Die Stadtbücherei Stockach hat elf Vorlesepaten ausgebildet.

 

Welche Bilderbücher eignen sich für Kleinkinder? Wie bereitet man eine Vorlesestunde am besten vor? Was macht man über das Vorlesen hinaus? Diese und mehr Fragen wurden geklärt bei der Fortbildung zum Lesepaten, die die Stadtbücherei Stockach organisierte. Elf künftige Vorleser wurden von der Ravensburger Logopädin Nicola Determann fit gemacht für die geplante Veranstaltungsreihe der Stadtbücherei. Dies teilte die Stadt Stockach mit. Ab 2014 soll es laut Büchereichefin Gabriele Gietz eine regelmäßige Vorlesestunde für Zwei- und Dreijährige geben. Dafür wurden ehrenamtliche Paten gesucht, die die Aktionen gestalten werden. Durch die finanzielle Unterstützung der Bürgerstiftung Stockach konnte das ganztägige Seminar kostenlos angeboten werden und war vollständig ausgebucht.

 

Nachdem die Referentin die Grundlagen der Sprachentwicklung bis zum Kindergartenalter erklärt hatte, wurde es praktisch. Nicola Determann las ein Bilderbuch vor, bei dem Begrüßungslied, ein geheimnisvoller Koffer, ein Beutel mit Tierfiguren, Fingerspiele und das Abschiedsritual wichtige Rollen spielten. Neben Tipps zur Buchauswahl gab es viele Anregungen und Ideen, welche Materialien und Aktionen bei Vorlesestunden eingesetzt werden können.

 

Die Seminarteilnehmer erzählten von den eigenen frühen (Vor-)Leseerfahrungen und stellten viele Fragen. Außerdem wurde angeregt diskutiert über Themen wie Elternbegleitung, abgelenkte Kinder, Länge der Lesestunde oder den Namen der künftigen Veranstaltungsreihe. Mit viel Motivation und Lust aufs Vorlesen verabschiedeten sich nach anregenden sieben Stunden Teilnehmer und Organisatoren. „Leseförderung beginnt so früh wie möglich. Dafür bieten wir bald einen weiteren wichtigen Baustein an und haben heute den Grundstein dafür gelegt“ fasste Büchereichefin Gabriele Gietz die Fortbildung zusammen.

 

Quelle: Südkurier online vom 20.11.2013

Bild: Bürgerstiftung / M. Peter

 


Stockacher Senioren genießen Ausflug mit Altenwerk

Mit Unterstützung der Bürgerstiftung unternahmen die älteren Mitbürger eine Ausfahrt zum Kloster Ittingen in der Schweiz.
 
Im Juli machte das Altenwerk St. Michael Hindelwangen, mit über 40 Teilnehmern aus Stockach und allen seinen Ortsteilen einen Ausflug zum Kloster Ittingen (Schweiz). Bei der Abfahrt dankten die Senioren der Bürgerstiftung Stockach für einen Zuschuss über 900 Euro, wie die Stiftung in einer Pressemitteilung schreibt.
 
Das Altenwerk St. Michael Hindelwangen wurde im März 1986 vom ehemaligen Bürgermeister Johann Ruf und vom Pfarrer Adalbert Schnatterer gegründet. „Wir sind eine Vereinigung, kein Verein, und für alle offen. Jeder kann ohne Verpflichtungen mitmachen oder teilnehmen“, erklärte der Ansprechpartner Dieter Klumpp. Das Altenwerk will den gegenseitigen Kontakt der älteren Mitbürger ermöglichen und fördern. Dabei sollen die Geselligkeit, das Gespräch und die Lebensfreude im Vordergrund stehen. Deshalb werden seit vielen Jahren monatlich von April bis November meist Halbtagsfahrten mit dem Omnibus in die nähere Umgebung durchgeführt. „In diesem Jahr stehen noch Fahrten nach Höchenschwand–St. Blasien, Hornberg–Fohrenbühl, Donautal–Beuron und Ravensburg auf dem Programm“, schilderte das Team um Dieter Klumpp.
 
„Eines der Ziele der Bürgerstiftung Stockach ist es, die Lebensqualität unserer älteren Mitbürger zu verbessern“, betonte Heinrich Wagner von der Bürgerstiftung. Deshalb hat die Stiftung in diesem Jahr einen Zuschuss über 900 Euro gewährt. „Wir erreichen damit, dass die Fahrpreise bei den seniorengerechten Ausflügen mit den Aufwendungen für die Eintrittspreise und Führungen für die Senioren bezahlbar bleiben“, verdeutlichte Manfred Peter.
 
Wenn die Fahrt zum Kloster Ittingen bei herrlichem Sommerwetter stattfindet, ist dies kein Einzelfall. „Der Wettergott bevorzugt uns fast immer mit schönem Wetter, unserem Altenwerks-Wetter“, schmunzelte Dieter Klumpp.

Quelle: Südkurier

 


Rudolf Stumpp stattet Stifterfonds für Bürgerstiftung mit einer Million Euro aus

Rudolf Stumpp stattet Stifterfonds für Bürgerstiftung mit einer Million Euro aus
Der Unternehmer mit Wohnsitz in Bodman-Ludwigshafen will der Region etwas von seinem Erfolg zurückgeben.
 
Mit dieser Großzügigkeit hat keiner gerechnet, Unternehmer Rudolf Stumpp (86) schießt der Bürgerstiftung Stockach über den Stifterfonds „Christel und Rudolf Stumpp“ eine Million Euro zu. Er und seine Frau wollen der Gegend, insbesondere der Stadt Stockach, etwas zurückgeben, weil sie ihr wirtschaftlich und persönlich viel zu verdanken hätten, sagte der Unternehmer bei der Vertragsunterzeichnung.
 
Seit zwei Jahren habe er sich mit Sparkassenchef Michael Grüninger und seinem Anwalt Peter Bergmann beraten, wie diese Stiftung für das Gemeinwohl bewerkstelligt werden solle, erläuterte Rudolf Stumpp. Herausgekommen sei die Idee, das Geld als Zustiftung in einem eigenen Fonds der Bürgerstiftung Stockach zukommen zu lassen. „Wir, natürlich insbesondere ich, geben diese Million mit vollem Herzen aus. Ich tue dies insbesondere auch und in erster Linie zu Ehren meiner kranken Frau Christel, die zum Erfolg der Firmengruppe Stumpp erheblich beigetragen hat“, las Rudolf Stumpp aus seiner Erklärung vor. Der Unternehmer, der mit dem gleichnamigen Möbelhaus zu Wohlstand gekommen ist und das er 2007 an die Gruppe Dick verkauft hat, bedankte sich ausdrücklich bei seinen damaligen Mitarbeitern der Firma Stumpp: „Sie haben zum Erfolg unserer Firma beigetragen.“
Die Zinserträge aus der „Stiftung Christel und Rudolf Stumpp“ sollen von der Bürgerstiftung für soziale und kulturelle Belange verwandt werden. In der Stiftungserklärung besonders erwähnt sind die Musik, „natürlich auch die entsprechenden Vereine von Bodman-Ludwigshafen“ – Stumpp wohnt in der Seegemeinde – sowie die Förderung des Krankenhauses Stockach. Trotz dieser Festlegung will sich der Unternehmer nicht in das Vergabegeschäft der Bürgerstiftung einmischen: „Nicht, dass man mich falsch versteht, ich nehme keinen Einfluss auf die Zuwendungen aus den Mitteln der Bürgerstiftung.“
 
Die Großzügigkeit des neuen Stifters beeindruckte und berührte die Vorstandsmitglieder der Bürgerstiftung. Heinrich Wagner, der im vergangenen Jahr das erste große Ziel mit einer halben Million Euro Stiftungsvermögen erreicht sah, räumte es freimütig ein: „Als wir die Summe erfahren haben, waren wir baff! Mit einer Million haben wir keinesfalls gerechnet.“ Karin Bacher freute sich, dass Rudolf Stumpp bei all seinen Prüfungen zu der Bewertung gekommen ist, dass sein Geld bei der Bürgerstiftung richtig aufgehoben sei. Manfred Peter sah in der Zustiftung ein Beispiel dafür, welche Möglichkeiten die Bürgerstiftung bietet: „Eine Zuwendung nach Bodman-Ludwigshafen ist kein Problem für uns, in unserer Satzung steht drin, dass auch außerhalb von Stockach etwas gefördert werden kann.“ Auch Bürgermeister Rainer Stolz schloss sich den Dankesworten an. Es sei ein außerordentliches, phantastisches Engagement von Rudolf Stumpp: „Sie sind sich darüber bewusst, dass Sie ein Teil der Region sind.“

Quelle: Südkurier vom 17.04.2013

Jugendliche trainieren mit dem Basketball-Profi

Jugendliche trainieren mit dem Basketball-Profi
Zum sechsten Mal ist der US-Trainer David Jones in Stockach, um die Technik von Schülern zu verfeinern.
 
37 Jungen und Mädchen zwischen acht und 19 Jahren verbringen derzeit beim Basketball-Camp drei Tage ihrer Osterferien in der Jahn-Halle. Dafür ist der US-Profitrainer David „DJ“ Jones in Stockach, um die Technik der Nachwuchssportler zu verbessern. Einige von ihnen sind weit gereist: fünf Jungen kommen zum Beispiel aus Wangen im Allgäu und zwei aus Böblingen. Der 12-jährige Christopher Wenzlau aus Böblingen sagt: „Ich finde es cool, wie DJ das Training macht, deswegen komme ich hierher. Ich spiele Basketball aber als Ausgleich zur Schule und will kein Profi werden.“
 
Jones selbst interessiert neben dem Sportlichen auch das Menschliche. „Ich möchte, dass die Kinder auch besser in der Schule werden und über ihre Zukunft nachdenken“, erklärt der Trainer, der selbst acht Jahre lang in der deutschen Bundesliga gespielt hat, auch mit Dirk Nowitzki. In Stockach dabei ist auch Jones' Bruder Bill, der in Ulm lebt und dort eine Football-Mannschaft trainiert. Er ist für die Kondition zuständig. „Es geht auch darum, die Kinder zu mobilisieren, heute sitzen sie ja fast die ganze Zeit an ihren Videospielen und am Computer“, sagt Bill Jones.
 
Die Gelegenheit zum Profi-Training hat Amber Fuchs als einziges Mädchen ergriffen. „Ich bin seit letztem Jahr dabei. Im Dribbeln bin ich nicht so gut, da haben sie mich hier schon weitergebracht“, sagt die 14-Jährige. Sie kommt aus Stockach, ist aber nicht im Verein. „Ich spiele aus Spaß im Sommer mit meinem Bruder und meinem Vater.“ Schon vier Camps hat der 19-jährige Tillmann Triebel besucht und spielt seit sieben Jahren im Verein. „Ich bin hier, um meinen Schuss zu verbessern. Es geht um die Feinjustierung und die Kleinigkeiten. DJ bringt es einfach super rüber“, lobt Triebel.
Organisiert wird das Camp seit fünf Jahren von der Stadtjugendpflege. Der ehemalige Stadtjugendpfleger Marcel Da Rin hatte Jones eingeladen, um eine Freizeitbeschäftigung in den Osterferien anzubieten. Sein Nachfolger Frank Dei führt das Camp weiter. Für bedürftige Jugendliche übernimmt die Bürgerstiftung einen Teil der Kursgebühr.

Quelle: Südkurier (04.04.2013)