Hilfe für Tafelladen

Hilfe für Tafelladen

Die Bürgerstiftung Stockach nahm die Vorweihnachtszeit zum Anlass, den Tafelladen in Stockach zu unterstützen.

Heinrich Wagner und Karin Bacher übergaben einen Scheck über 1000 Euro. Renate Ibbeken dankte zusammen mit den ehrenamtlichen Helfern vom Tafelladen für diese Zuwendung. Diese Förderung durch die Bürgerstiftung kommt erneut den sozial Schwachen von Stockach zugute.

Quelle: Südkurier vom 14.12.2010


Werben um neue Förderer

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„Ich trau es mich schon fast nicht mehr zu sagen“, gestand Heinrich Wagner während der Informations-Veranstaltung der Bürgerstiftung Stockach in der der Adler Post. Was dem Vorstand der Stiftung so schwer über die Lippen ging, war sein angestrebtes Stiftungs-Vermögen von 500 000 Euro.

Dass sie von diesem Betrag auch nach ihrem zweiten Jahr noch weit entfernt sind, stimmte Wagner traurig. „Im letzten Jahr haben wir 92 Briefe verschickt und nur zwei Antworten erhalten“, sagte Wagner. Dies sei für alle Mitarbeiter in der Stiftung „etwas deprimierend“ gewesen.
Doch die Bürgerstiftung hatte auch positive Nachrichten. Im Jahr 2010 hat die Stiftung 10 618, 29 Euro für verschiedene soziale Projekte gespendet. „Das waren nicht nur wir vom Vorstand, sondern alle Stifter haben dies ermöglicht“, sagte Karin Bacher, welche sich ebenfalls im Vorstand engagiert. Neben den regelmäßigen Zuwendungen, wie beispielsweise die Friedhoffahrten der Malteser, habe man unter anderem der Stadtjugendpflege, dem Tafelladen, der Jugendmusikschule und der AWO Stockach Geldbeträge gespendet. „Es sollen nicht nur kurzfristige Spenden sein, es soll dauerhaft helfen“, betonte Karin Bacher. Mit dem Stiftungs-Geld könne man in Stockach nicht nur über Jahre, sondern über Jahrzehnte soziale Projekte unterstützen, so Bacher.
Der Dritte im Vorstands-Team, Manfred Peter, warb für die Bürgerstiftung. Er betonte, dass das gestiftete Geld unantastbar sei und die Stiftung nur mit den Zinsen arbeite. „Wir sind auch keine Konkurrenz zu den vorhandenen, gemeinnützigen Vereinen, im Gegenteil: Wir unterstützen diese, ermöglichen oder erleichtern deren Tätigkeit“, sagte Peter. Ebenfalls seien mehrmalige Stiftungen möglich, sodass es nicht bei einer einmaligen Einzahlung bleiben müsse.
Aktuell hat die Stiftung 135 Stifter und konnte das Stiftungsvermögen im vergangenen Jahr um 31 195 Euro auf 373 000 Euro erhöhen. Ebenfalls hat die Bürgerstiftung 2010 4783,70 Euro Geldspenden erhalten, die in voller Höhe für soziale Zwecke eingesetzt wurden. Seit der Gründung der Stiftung im Jahr 2008 hat diese 22 560,88 Euro für Projekte in Stockach und den Ortsteilen eingesetzt.
Vor allem das Zusammengehörigkeitsgefühl ist für Manfred Peter wichtig: „Lassen sie uns alle zusammenwirken, damit der Satz über Stockach, dem fürnehmsten Städtchen im Hegau im Hinblick auf den Bereich der Wohlfahrt erweitert werden kann.“ Der Posten der Verwaltungsausgaben der Bürgerstiftung belaufen sich auf 85,30 Euro. Alle Mitglieder arbeiten ehrenamtlich, Sitzungsgelder oder Aufwandsentschädigungen sind nicht vorgesehen. „Beurteilen sie selbst, ob die Bürgerstiftung effektiv arbeitet“, sagte Manfred Peter.
Nach dem informellen Teil über den Jahresbericht der Bürgerstiftung referierte der pensionierte Notar und zudem Stiftungsvorstandsmitglied Manfred Peter über das Thema „Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung“.


Sie erhielten Spenden

Im vergangenen Jahr spendete die Bürgerstiftung Stockach 10 618,29 Euro. Davon gingen 1000 Euro an die Jugendmusikschule, 1500 Euro an den Krankenhaus-Förderverein, als Zuschuss für den Oase-Kreis 1000 Euro, der Tafelladen erhielt 618,29 Euro, die AWO-Stadtranderholung wurde mit 1000 Euro bedacht, 1000 Euro erhielt der ökumenische Seniorenkaffee, 2000 Euro für die Suppenküche der Caritas, die Stadtjugendpflege erhielt 1500 Euro, für die Kriegsgräberfahrten der Kolpingfamilie gab es 600 Euro und die Pfarrjugend Wahlwies konnte mit einer400 Euro-Spende das Ferienlager ermöglichet werden.

Quelle: Südkurier vom 10.11.2010


Singener nehmen sich ein Beispiel an Stockach

Bürgerstiftung Stockach Logo

Weichen für Singener Bürgerstiftung gestellt. Beteiligung auch mit kleinen Beträgen möglich.

Ein alter Wunsch geht in Erfüllung. Bereits vor Jahren hatte die CDU-Fraktion im Singener Gemeinderat die Einrichtung einer Bürgerstiftung beantragt. Jetzt ist sie beschlossene Sache, nachdem das Regierungspräsidium Freiburg als Stiftungsbehörde grünes Licht gegeben hat. Auch mit dem Finanzamt musste die Satzung abgestimmt werden. Ziel ist es, Vermögen für bestimmte soziale und kulturelle Zwecke anzusammeln, die nicht von der öffentlichen Hand finanziert werden können.

 

Die Idee ist nicht neu und kennt mittlerweile viele Beispiele in anderen Kommunen. Das Vorbild für die Singener Stiftung ist die Stockacher Bürgerstiftung, die von einem sehr rührigen Dreierteam geführt wird. Manfred Peter, der vielen Singenern noch als Notar aus dem Singener Notariat bekannt ist, hatte den Räten das Stockacher Konzept vorgestellt. Hier besticht vor allem, dass die Stiftung sich aktiv in das gesellschaftliche Leben in Stockach einsetzt. So wird der Stockacher Tafelladen von der Bürgerstiftung unterstützt. Die Malteser haben mit Hilfe der Stiftung einen Fahrdienst für ältere, kranke oder behinderte Menschen zum Friedhof organisiert. Die Fahrten können zu einem ermäßigten Preis angeboten werden.
Die Stiftung unterstützt auch die Stadtranderholung der AWO. Dieses Projekt richtet sich in den Ferien an Kinder und sorgt für eine gute Freizeitgestaltung.
Bedarf an Unterstützung von sozialen und kulturellen Projekten besteht in Singen zur Genüge. Andererseits, so hatte die CDU-Fraktion ihren Antrag begründet, gebe es immer wieder Erbschaftsfälle ohne natürliche Erben. Erblasser, die ihr Vermögen für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung stellen wollen, konnten es bisher nur der Stadt vermachen. Die Bürgerstiftung soll aber wie in Stockach aktiv von Bürgern getragen werden. Mittlerweile liegen der Verwaltung Zusagen von verschiedenen Stiftern über insgesamt 55 000 Euro vor.
Um den Grundstock zu erhöhen, hat der Gemeinderat nun beschlossen, 50 000 Euro aus der Erbschaft „Wetzstein“ in die Stiftung einfließen zu lassen. Es seien aber auch wesentlich kleinere Stiftungen von Bürgern willkommen.
Eine wichtige Voraussetzung ist die Unabhängigkeit. Das hatte auch Manfred Peter nach dem bewährten Modell in Stockach den Singenern empfohlen. Deshalb solle man sich auf zwei Gemeinderäte im Stiftungsrat beschränken. Laut Satzung werden die 13 Stiftungsräte
von den Gründungsstiftern benannt. „Wir müssen das in der nächsten Zeit in die Gänge kriegen“ sagt Veronika Netzhammer.
Mit rund 360 000 Euro Stiftungskapital hat es die Stockacher Bürgerstiftung nach gut einem Jahr schon weit gebracht. Für Heinrich Wagner noch nicht weit genug. Er hat sich zum Ziel gesetzt bis 2011bei 500 000 Euro angekommen zu sein. An der Liste der Gründer kann man sehen, wie fest die Stiftung in der Stockacher Gesellschaft verankert ist. Dagegen steht in Singen jetzt erst einmal die Gründung an.

Quelle: Südkurier vom 04.11.2010

 


Neues Gerät spart Strom

NEUES GERÄT SPART STROM

Für den defekten Kühlschrank des Stockacher Tafelladens hat die Bürgerstiftung ein Ersatzgerät samt neuen Stromleitungen spendiert.

Die Bürgerstiftung Stockach hat dem Tafelladen in Stockach einen neuen Kühlschrank beschafft und die dazu erforderlichen Stromleitungen verlegen lassen. Im Tafelladen war nämlich der bisherige Kühlschrank defekt; eine Reparatur lohnte sich nicht mehr. Die Bürgerstiftung Stockach hat für einen Ersatz gesorgt. Bei der Übergabe des Gerätes betonten Heinrich Wagner, Karin Bacher und Manfred Peter vom Vorstand der Stiftung ihr Anliegen, „dass die Kunden im Tafelladen mit ordnungsgemäß gelagerten Lebensmitteln versorgt werden müssen“. Das neue Gerät verfügt deshalb auch über einen Ventilator zur Frischluftzufuhr.

Im Namen des Tafelladens dankten Renate Ibbeken und Gudrun Burger für die Unterstützung durch die Bürgerstiftung. Die Mitarbeiter des Tafelladens stellten erfreut fest: „Dieses Gerät hat neben vielen anderen Vorteilen auch das Plus, weniger Strom zu verbrauchen als der vorherige Kühlschrank. Damit werden die laufenden Kosten des Tafelladens verringert.“

Quelle: Südkurier vom 14.04.2010


Hilfe für ältere und Alleinstehende

Hilfe für ältere und Alleinstehende

Malteser bieten begleitende Fahrten zu den Friedhöfen an. Die Bürgerstiftung Stockach bezuschusst die Aktion.

 

Insbesondere Ältere oder Alleinstehende haben es oft schwer, die Gräber ihrer verstorbenen Angehörigen auf den Friedhöfen in der Kernstadt und in den Ortsteilen von Stockach zu besuchen. „Bei einigen scheitert dies schon an einer Fahrmöglichkeit und bei anderen daran, dass sie gehbehindert sind oder zum Beispiel eine Gießkanne nicht mehr tragen können“, sagt Heinrich Wagner von der Bürgerstiftung Stockach. Deshalb bieten die Malteser mit Hilfe der Bürgerstiftung nun einen begleitenden Fahrdienst auf alle Friedhöfe der Stadt Stockach an. Ulf Wieczorek von den Maltesern Stockach legt besonderen Wert auf die Bedeutung des Wortes „begleitende“ Fahrten. Der Dienst kann über das reine Fahren zum Friedhof hinausgehen. Insbesondere gehbehinderte Personen werden auf dem Gang zu einem Grab betreut. „Selbst beim Aufenthalt am Grab helfen wir bei kleineren Verrichtungen“, sagt die ehrenamtliche Fahrerin Luise Sernatinger. Alles richtet sich aber nach den Wünschen der Betroffenen. „Wenn einer mit seinen Gedanken am Grab allein sein will, so warten wir im gewünschten, diskreten Abstand“, ergänzt Fahrdienstleiter Klaus Oberlach von den Maltesern. „Dies alles erfolgt ohne Zeitdruck“, freut sich die Rentnerin Herta Woitzik, die diesen begleitenden Fahrdienst bereits mehrfach in Anspruch genommen hat. Die begleitenden Mitarbeiter stehen für eine Fahrt auf den Friedhof sowie – je nach Wunsch - durch Hilfe beim Gang zum Grab und durch Unterstützung am Grab mit genügend Zeit zur Verfügung.
Damit die Fahrten für die Betroffenen bezahlbar bleiben, werden diese von der Bürgerstiftung Stockach bezuschusst. „Für eine Fahrt auf den Friedhof der Kernstadt Stockach werden nur noch zwei Euro pro Stunde und für die Fahrt auf einen Friedhof in den Ortsteilen von Stockach werden wegen der längeren Anfahrt fünf Euro pro Stunde als Anerkennungsgebühr verlangt“, betonen Heinrich Wagner und Ulf Wieczorek übereinstimmend.
Anmeldungen nimmt die Geschäftsstelle der Malteser in der Kaufhausstraße unter Telefon 07771/877503 entgegen.

Quelle: Südkurier vom 27.09.2010